Androhung: 2. Herren fährt zur Landesliga-Relegation

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Am 8. Mai ist es soweit: Der wichtigste Tag des Jahres steht an. Genau .... es ist Muttertag. Welch ein Frevel, an so einem Datum die Landesliga-Relegation zu legen. Offensichtlich brauchte der für jene Unsensibilität verantwortliche .. bestimmt... Mann, einen guten Grund aushäusig zu sein. Trotz dieser Terminierung beschloss die 2te nach dem Verpassen der direkten Qualifikation zur Landesliga mittels Meisterschaft, sich über die Relegation vielleicht doch noch den Aufstieg zu sichern. Mehrere Probleme stellen sich nun: Austragungsort Eschershausen dann doch weiter weg, als dass eventuell zuschauwillige Ultras zu Hause sagen könnten „bin mal gerade ne Runde mit dem Hund draußen“ ... und man ist dann 10 Stunden weg ... schon gar nicht an so einem Tag. Lösungsvorschlag: Mutti einpacken, was von einem tollen Ausflug nur ihr zuliebe faseln, nach Ehausen juckeln und dort Mutti auf m Campingklappstuhl mit nem Dr Oetker Fertigkuchen und Blumenstrauß von der Tanke – kommt, den hättet ihr doch sowieso im letzten Moment kaufen müssen, weil ihr, bis ihr diese Zeilen gelesen habt, diesen hohen Tag mal wieder gar nicht auf dem Schirm hattet – vor der Halle parken. Nächstes Problem: Die Relegationsgegner. Die sind mit Eschershausen und Emmerke sehr spielstark und die Blauen brauchen schon einen gute Verfassung, um da das Ziel Aufstieg zu erreichen.

Dafür soll es ein ausgeklügeltes Qualifikationsverfahren geben, um aus den theoretisch reichlich zur Verfügung stehenden Akteuren die besten auszuwählen. Neben profanem TT-Training, sollen auch Ausdauer-  und andere Leistungstest, psychologische Gutachten, sowie Blutwertbestimmungen – wo über Hinweise auf leistungssteigernde Substanzen großzügig hinweg geguckt werden soll – eine Rolle spielen. Bei einem Blick in die Test wurde selbst den austrainiertesten unter den Ballschubsern taumelig. Coopertest kann ja jeder, hier waren aber auch Zirkeltraning-Übungen mit Medizinbällen aufgeführt, die ein sonst nicht zimperlicher F.M., der angeblich  derzeit in unserer Bundeshauptstadt einen überheblichen Klub vor dem Abstieg retten soll, als unmenschlich abgelehnt. Und am Ende wird dann doch wieder der Liebling des Mäzens aufgestellt mit Lactatwerten gleich einem Untrainierten. Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher ... entweder es ist so, wie zuvor skizziert, oder es dann doch eher so, wie in einer mehrstündigen Vorberichtserstattung im VereinsTV von ExpertInnen mehrerlei Geschlechts behauptet wurde: Die Hälfte der Mannschaft sei in den vergangenen Tage mehr in diversen Arztpraxen als in Sporthallen gesichtet worden. Sogar von nem Rollator, mit dem einer der Athleten an einer 0,2 mm Türschwelle hängen bleibend gesichtet wurde, war die Rede. Mit anderen Worten, die notwendige gute Verfassung ist in weiter Ferne, erst einmal muss eine Mannschaft mit Sollstärke aufgeboten werden. Daran wird aber mit Hochdruck von der sportlichen Leitung gearbeitet ... alle Jahrgangsbücher werden durchforstet und Kontakt mit zwielichtigen Spielervermittlern aufgenommen.

Also, wer nächsten Sonntag nichts vorhat ... 14:30 Uhr gegen Emmerke und 18:00 gegen Eschershausen – Montag hat ja bestimmt niemand was vor - ...  Eschershausen soll voll schön sein ... und wer doch verhindert ist, der möge bitte wenigstens ein Kerze für uns anzünden, oder Gott in einem stillen Gebet um Fürbitte für uns anhauen. Wir werden aber auch in Echtzeit auf diesen modernen Medien die Welt wissen lassen, welch Leistungen wir vollbringen.

Und bis dahin die Warnung: Nicht ans Telefon gehen ... man weiß ja nie ...

Bis denne...
Immer fröhlich bleiben ...                  Euer Buttermaker