2. Herren 2.0 humorlos unterwegs

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Da fanden sich zu Beginn der „Rückserie“ auf dem Meldeformular bei der 2ten allerlei Namen, bei denen die Weltöffentlichkeit unterstellte, die würden doch im Leben nicht mit den anders begabten Antisportlern gemeinsam an die Tische gehen. Weit gefehlt ihr Ungläubigen! Als es endlich wieder zu einem punkterelevanten Kräftemessen nach Seelze ging, war alles am Start, was sich zugehörig fühlt, gesund ist... öhh also den Kopf lassen wir mal außen vor; klar, da ist ein gewisses Defizit quasi Einstellungsvoraussetzung ... und keinen Bock hat, Skifliegen zu gucken. Heißt: Keine Notelf, sondern volle Kapelle zu 7t: 2U-Max, John Wayne, die Abteilung Aaatackeee, die heute die moralische Unterstützung gab, der Blonde, das Börgelino, das Satzzeichen und der uralte Mann. Lediglich Kloppi lag im heimischen Bett danieder und musste die Großtaten über die Medien der jungen Menschen visuell in Echtzeit ertragen. Pünktlich alle am Start, dank der umsichtigen Organisation des Käptn der Herzen, inklusive Shuttel Service. Nein, hierbei handelt es sich mitnichten um einen ironischen Einwurf, wie man vielleicht argwöhnen mag, sondern vielmehr um ein Zeichen der Wertschätzung.

Unternehmen Minimalziel Relegation Landesliga erreichen kann starten. Gastgeber Seelze III etwas unverständlich im tiefsten Abstiegskampf, da eigentlich mit viel Potential, aber oft mit wechselnder Besetzung. Unterschätzen verboten...

Anpfiff, wenn mal endlich jemand das blöde Twitch ans Laufen bringt – der Mann der Wählscheiben noch kennt wirft da keinen Stein: 2U-Max und John Wayne müssen gleich erkennen, dass man auch in der BOL nichts geschenkt bekommt. Gegen Michell/Paul gehen nach glücklich gewonnenem Satz1 die beiden nächsten Sätze weg, weil die Gegner gut dagegen halten. Erst in Satz 4+5 kann sich die höhere Sicherheit durchsetzen = 3:2. Der Blonde und das Börgelino brauchen nur die ersten 3 Ballwechsel, um ins Spiel zu finden. In der Folge klare Sache gegen Thomas/Sascha = 3:0. Gruseliges erwarteten die ungezählten Fans an den heimischen Empfangsgeräten von dem Doppel des Satzzeichen und des uralten Mannes. Und...sie wurden nicht enttäuscht. Mit dem absolut minimalst möglichen Aufwand wurde das Ballgeschubse gegen Mark/Julien über die Runden geschaukelt. Zwischendurch hatte man ein Einsehen und drehte die TV-Kamera von dem Schauspiel weg zum anderen Tisch, denn dort wurde tatsächlich TT gespielt...

3:0 nach den Doppeln ... super Start...

...an dem Tisch, an dem tatsächlich TT gespielt wurde, gaben es sich nämlich John Wayne und Fitnessgott Michell. Tolle Ballwechsel in dem umkämpften Spiel mit dem besseren Ende mal hier mal da führten in den 5ten Satz: Hier geriet John Wayne in einen Hinterhalt und klar ins Hintertreffen....3:7...4:8...6:9...aber hat schon mal irgendjemand gehört, dass John Wayne sich nicht aus aussichtsloser Lage befreien konnte? Nein, natürlich nicht! Warum sollte es hier und jetzt anders sein? Mit deutlich erkennbarem Siegeswillen und mehr Initiative gehen alle restlichen Punkte an Blau = 3:2. Starke Leistung von John Wayne gegen einen richtigen guten Gegner. Jetzt haben wir gesehen, wie man ein Spiel spannend über 5 Sätze gestalten kann...nun mal zum Gegenkonzept: Der Schnelldurchgang: 2U-Max vom ersten bis zum letzten Ball voll konzentriert und setzte Gegenüber Thomas mit jedem Ball und Druck, sodass dieser keine Chance hatte = 3:0. Das war mal ein Statement, dass zumindest bei dem Berichterstatter ein Gefühl des Neides ob der eigenen Unzulänglichkeiten aufkeimen ließ. Aber geben wir uns nicht diesen niederen Gefühlen hin, sondern erfreuen uns am Anblick solchen Könnens. Apropos Können...hat da das Börgelino auch was anzubieten? Ja, hat er. Er sah sich den Gewaltschlägen von Sascha ausgesetzt, die durchaus Angst und Schrecken verbreiten können. Aber das Börgelino nutzte geschickt die Breite des Spielfeldes und platzierte die Bälle ein ums andere mal so, dass die Anzahl der Einschläge begrenzt werden konnte = 3:0. Der leicht fußlahme Blonde musste in der Mitte ran...ein ganz neues Gefühl tat sich da auf. Daran muss man sich erst mal gewöhnen und so ging Satz1 gegen Mark weg. Mit etwas mehr Betriebsamkeit auf Seiten des Blonden wurde dann aber die Kontrolle über das Spiel gewonnen = 3:1. Zwischenstand 7:0! Wackelt noch einer? Das Satzzeichen durfte sich mit dem schönen Spiel von Paul auseinander setzen. Wenn der Ball im Spiel war, gab es durchaus gute Ballwechsel....wenn. War er aber kaum, weil das Satzzeichen seine Kernkompetenz Aufschlag voll ausspielte = 3:1. Ach ja, nun noch der uralte Mann. Trotz der fortgeschrittenen Vergreisung hat er immer noch Interesse an Neuem und will den Dingen auf den Grund gehen. Diesmal beschäftigte ihn eine physikalische Fragestellung: Wenn man sich auf einem spiegelglatten Untergrund befindet und sich überhaupt nicht bewegt, kann man dann trotzdem ins Rutschen kommen? Zur Klärung dieses Problems, was bisher in der Wissenschaftsliteratur vernachlässigt wurde, wurde eine Versuchsanordnung in der Seelzer Halle mit TT-Tisch und Julien gewählt. Die wichtige Erkenntnis nach 3 Sätzen ohne jede erkennbare Bewegung: Wenn man sich gaaaaar nicht bewegt...rutscht man auch nicht aus.

Oh, Spiel ist schon vorbei: 9:0. Souverän runter gespielt gegen einen Gegner, der leider nicht aus dem Vollen schöpfen konnte.

Und nun? Gerade noch rechtzeitig konnte ein Veto eingelegt werden, die Seelzer Gastronomie aufzusuchen, wie beim letzten Ausflug ins Hannöversche Umland. Zu gut war die Erinnerung an das Geschmackserlebnis ... und Alkohol gab es erschwerend auch keinen. Also zieht der ganze Haufen gen Toni. Schön da; draußen sitzen in der wundervollen Spätwinternacht. Also schön zumindest, wenn man an der Wand unter dem Heizstrahler sitzt. Eine angenehme Wärme umstömt einen, gleich einem lauen Sommerlüftchen; wenn man sich nach vorne beugt, meint man, es sei möglicherweise sogar schon ein klein wenig zu heiß. Ein Gefühl, welches das Satzzeichen auf seinem Stuhl gegenüber nur bedingt nachvollziehen kann, weshalb er im Laufe des Verweilens leicht grummelnd eine Mutation in ein Wesen irgendwo zwischen Obi-Wan Kenobi und einem alten Mütterchen durchmacht.

Bei der Analyse des Wettkampftages wurde dann deutlich, dass es doch einige Verluste gegeben hatte. John Wayne hatte sich bei seinem engagiertem Auftritt im Dienste der Mannschaft auf der Eislauffläche sein Knie verdreht, was den Gang nicht runder macht und die Hälfte der Mannschaft hat diverse Gegenstände in Gegners Halle vergessen. Das reicht von einem schnöden Handtuch, über ein emotional bedeutendes Trinkgefäß bis hin zu Telefon und Portemonnaie. Nicht schlecht für ein Spiel und die Nacht ist noch lang. Über diese schweren Verluste kam man aber im Laufe des Abends hinweg...der eine sogar zu sehr, was in seiner Tollkühnheit gipfelte dann doch 1x zu viel über das leidende Satzzeichen zu lachen. Wir alle, die wir gottesfürchtige sonntägliche Kirchgänger sind, wissen nur zu genau: Gott straft kleine Sünden sofort. Und so kann es niemanden wirklich überraschen, dass betreffende Person am nächsten Morgen mit gerissener Mittelfingersehne erwacht, was einen unterhaltsamen halben Tag im Krankenhaus mit sich brachte. Wie es zu der Verletzung kam, soll angeblich unbekannt sein. Der Autor dieses Machwerks hat sich schon seit jener legendären Duschverletzung abgewöhnt, darüber nachzudenken, wie einzelne Mannschaftsmitglieder sich alle möglichen Körperteile und -anhängsel mit gelegentlich unschönen Folgen beschädigen. Man will ja noch mal schlafen können...

Aber so ein geschienter Mittelfinger bietet zumindest für Menschen mit weniger Empathie ein lustiges Bild.

Gab es noch ein sportliches Resümee? Ja...Relegationsplatz zur Landesliga gesichert. Jetzt könnte man mit einem Erfolg gegen Spitzenreiter RSV sich noch in eine gute Ausgangslage für die Meisterschaft bringen. Dafür müssen aber alle Invaliden wieder fit werden.

Hoffen wir das Beste...

 

Bis denne...

Immer fröhlich bleiben...      Euer Buttermaker