Schlachtschiff der 3ten läuft auf Grund

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Das stolze Schlachtschiff der 3ten ist mit voller Besatzung, die auf allen Weltmeeren und Baggerseen unter der ruhmreichen Führung des tollkühnen Käptn Nik Angst und Verderben verbreiten, in Folge eines epischen Kampfes in Burgwedel auf Grund gelaufen und Leck geschlagen. Alle Mann, die weder den Klabautermann noch minütliche Wasserstandsmeldungen über die Anzahl von Schnupfenerkrankungen fürchten, an Bord, das heißt zu siebt, wird der Gegner angegriffen, um schon zu Beginn eine zahlenmäßige Überlegenheit herzustellen. Erneut wollte Käptn Nik diese taktischen Finesse nutzen, die schon gegen die Übermacht aus Bennigsen erfolgreich war. Aber würde so ein Coup zwei mal gelingen, oder hat sich derlei nicht schon herumgesprochen und sorgt nur noch für mitleidiges Kopfschütteln. Zudem kämpfte man dazumal in heimischen Gewässern und da konnten Untiefen zum Vorteile gereichen, die dem Feinde unbekannt waren. Aber in der Fremde ist man selbst mit Unbekanntem konfrontiert...

Wohl an ihr todesmutigen Freibeuter greift zum Schwerte und klar zum Entern des Burgwedeler Kahns...aber vorher erst noch mal die Hände waschen...

Käptn Nik und der alte Mann wollen gleich ein Zeichen setzen – und tun das auch: So geht es schon mal nicht. Gegen Hans-Dieter/Stefan sind sie zwar im Spiel, aber zu viele kleine Fehler im passenden Moment sind wenig hilfreich = 0:3. Dafür können Andre und Jan, wie gewohnt, gegen Michael/Ben überzeugen, weil sie eben in den wichtigen Bällen da sind und auch die Ruhe haben, wenn ein Satz mal etwas länger dauert = 3:0. Viktor und Dirk gegen JanL/Felix in den ersten beiden Sätzen glücklos = 0:2...dann kämpfen sie sich aber tapfer in den Schlusssatz... nur um da in der Verlängerung den möglichen Sieg zu verstolpern.
1:2... das ist nicht schön....gibt aber schlimmeres...und stachelt die wagemutigen Fahrensmänner nur noch mehr an...aber erst noch mal die Hände waschen...
Dann wurden die Nerven aller zum Betrachten Gezwungenen überstrapaziert bei dem endlosen Gegurke des alten Mannes mit Hans-Dieter. Der alte Mann am Ende mit mehr Ruhe = 3:2. Andre zu Beginn so, wie man ihn kennt ... souverän gegen Stefan. Ab Satz2 wurde es dann zäher, aber aus der Hand geben, wollte Andre den Sieg auch nicht = 3:1. Käptn Nik natürlich ein Vorbild an Kampfeskraft und -lust. Das anspruchsvolle Spiel von Michael kann so meist im Keim erstickt werden und nur gelegentlich verliert ein Ball von Käptn Nik die Orientierung in Raum und Zeit = 3:1. Wildes sinnfreies aber geil anzuschauendes Gib-Ihm-Rumgeballer dann zwischen Jan und Ben...hart,härter, am härtesten...über 5 Sätze lang und in der Verlängerung kann sich Jan mit Glück und Geschick, man kann auch bei entscheidenden Bällen einfach mal einen kraftlosen Einwurf einstreuen, zu 14 den Sieg holen = 3:2. Und es bleibt weiter nichts für Landratten. Auch bei Jewgeni gegen JanL geht es über 5 Sätze sehr wechselhaft rauf und runter; jeder Ball eine Überraschung, mit der positivsten am Schluss...Sieg für Jewgeni = 3:2. Und noch mal 5 Sätze...Viktor mit seinem sicheren Spiel gegen Felix 2:0 vorne, aber der Druck von Gegenüber wurde immer größer und die Befreiungsschläge seltener...in Satz5 war die Luft raus = 2:3.

6:3 zur Pause...starke Vorstellung von Käptn Nik und den Seinen...man könnte sie fast loben..wüsste man nicht, was noch kommen würde...
...aber erst mal die Hände waschen...

Andre gegen Hans-Dieter lange ein klein wenig uninspiriert und 0:2 in Sätzen im Hintertreffen. Dann erwacht doch noch der Kampfesmut und ganz sicher 2x zu 10 geht es in den Entscheidungssatz. Da müsste doch der Verlauf und die Moral für den Seemann sprechen, aber nichts da...es ging dahin... = 2:3. Und besser wurde es auch nicht als der alte Mann wieder endlos den Tisch blockierte mit einer Variante, die nur entfernt Ähnlichkeit mit einem Sport hat. Nach 5 Sätzen in der Verlängerung zu 10 gegen Stefan verloren, schleicht der Greis auf die Auswechselbank = 2:3. Nur noch 6:5-Führung der Mannen um Käptn Nik und von unter Decks kommt die Meldung man habe einen massiven Wassereinbruch. Käptn Nik, der schon ungezählte Gefechte siegreich gestaltet hat, versucht die ersten Zweifel seiner Hafensänger mit beruhigenden Worten auszuräumen. Das wäre gar kein Wassereinbruch auf Grund eines enormen Lecks im Rumpf, sondern lediglich geringes Kondenswasser, welches sich, von den vorbildlich kämpfenden und dadurch schwitzenden Seebären abgesondert, als leichter Film an den Wänden niederschlägt und dann im Rumpf sammelt. Ahhhh ja! Dann mal weiter machen...

Erste Verluste aber auch auf des Gegners Seite: Michael leider so angeschlagen, dass er gegen Jan nicht mehr antreten kann...den Punkt nehmen wir...durch eigenes Zutun scheint ja nicht mehr viel zu laufen. Kann der gestählte Käptn Nik noch ein Zeichen setzen und das am Horizont aufziehende drohende Unheil abwenden? Gegen Ben gibt er alles, was heute drin ist, aber die eigenen Angriffsbemühungen sind nicht andauernd genug, sein Schwert scheint von all dem Blut der Gegner stumpf geworden zu sein und Bens Geschosse verfehlen ihre Wirkung auch nicht = 0:3. Inzwischen ist die Offiziersmesse komplett überflutet und auch der unbedarfteste Leichtmatrose merkt: Da ist irgend etwas nicht so, wie es sein sollte. Es geht nicht mehr vorwärts und alles neigt sich zu einer Seite, wie es nicht sein sollte. Viktor kann JanL im ersten Satz vorbildlich ausplatzieren, was in der Folge nur noch so mittel gelingt. Zu unserer Schande muss man noch gestehen, dass JanL dann auch unfassbar gut spielt und den Sieg holt = 1:3. Der geschenkte Punkt war also nur ein aufschieben, bis das wohl unvermeidliche eintritt...7:7. Jewgeni gegen Felix von Anfang an auf verlorenem Posten und als er in das Spiel gefunden hat und seine Chancen erkennt...ist es schon vorbei = 0:3.
Stehen die wackeren Seefahrer des Käptn Nik am Ende ganz mit leeren Händen da, außer einem Haufen Sperrholz, was mal ein stolzes Schiff gewesen sein soll? Käptn Nik gesteht ein, man habe wohl Grundkontakt gehabt, was aber gut ist, weil man sonst schon längst gesunken sei. Vorbei wäre es aber erst, wenn auch die letzten Ratten das Schiff verlassen würden. Da sei das Schlussdoppel mit Andre und Jan vor, auf die man sich noch immer verlassen konnte. Gegen Hans-Dieter/Stefan sollte da der nötige Punkt gelingen...vorher aber noch mal kurz die Hände waschen...

Schlussdoppel...klingt interessant...war es aber nicht. Die sonst so zuverlässigen Fahrensmänner bekommen ihre eigentlich so gewaltige Durchschlagskraft einfach nicht auf den Tisch und auf der Gegenseite knallt besonders Stefan zusätzlich auf alles was sich bewegt und trifft auch noch = 1:3.

7:9! Unfassbar! ... nach 6:2-Führung und noch einem geschenkten Mitleids-Punkt! Wie begossene Pudel stehen die einst so tapferen, mutigen und aufrechten Seebären um Käptn Nik hilflos an des Gegners Gestade. Da bleibt nur das Leck, ach was sage ich, die vielen hausgroßen Lecks im Rumpf des ehemals so stolzen Großseeseglers zu stopfen und selbigen freizuschleppen, um nach einer Komplettrestauration im heimischen Trockendock nächste Woche erneut in See zu stechen. Es muss dann halt ein Großer dran glauben, damit man die nötigen Punkte für den Relegationsplatz zusammen hat.

Das ist nicht das Ende...
...außer wir waschen uns nicht ausreichend die Hände...

Bis denne...
Immer fröhlich bleiben...                    

Euer Buttermaker