2. Herren gewinnt klar in Großburgwedel

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Zum Abschluss der Hinrunde ging es in das von Weihnachtsmarktgerüchen eingehüllte Großburgwedel ohne Parkplätze. Ein Sieg war Pflicht, will man auch in der Rückrunde noch ein Wort um den BOL-Aufstieg mitreden. Das gelang vorbildlich: 9:2 hieß es am Ende und fast hätten die Blauen damit im Torverhältnis noch zu den Jungs von 96 aufgeschlossen. Fast getroffen ist auch vorbei.

Schon vor dem Anpfiff machte ein alter Greis darauf aufmerksam, dass auf der einen Seite der Tische wohl eine Wasserader lang laufen müsse, die unweigerlich negative Auswirkungen auf den jeweiligen Spieler, beziehungsweise auf dessen Erfolgsaussichten den Satz zu gewinnen, auf der Seite haben wird. Einige werden jetzt gleich die Gelben Seiten aufschlagen, um nach einem Heimplatz zu suchen, aber diesmal ist das nicht irgendein Hokuspokus eines halb senilen Astro-TV Zuschauers. Nein, vielmehr hat der alte Mann höchst selbst mit einer bei Vollmond geschlagenen Weidenwünschelrute durch mehrfaches Abgehen des Bereiches unwiderlegbare Beweise konstruiert. Wer mehr Freund von faktenbasierten Belegen ist, für den gibt es umfangreiche empirische Studien, alle eigenhändig zusammen geschummelt, die eine schlüssige Beweiskette bilden, die sich nicht hinter denen von Erich von D. verstecken müssen. Also, alle, welche auf jener Seite nicht die optimalen Ergebnisse erzielten – und die, die dort in Zukunft diese nicht erzielen werden - ...grämt euch nicht. Es sind andere Mächte.

Anstoß: Gleich die ersten Beweise: Diesel2/3 und der alte Mann haben gegen die Reimanns alles im Griff im ersten Satz, da sie aber auf der Seite mit der Wasserader stehen, verschupft der alte Mann die letzten 4 Bälle in Folge völlig unbedrängt in bester M. Gomez Manier. Folgerichtig dann abwechselnd Satzgewinn für die bessere Seite und der Sieg für die Blauen, weil sie so clever sind im 5ten nach dem Wechsel auf der aderfreien Seite zu stehen = 3:2. Der Blonde und Börgelino mühen sich 2 Sätze gegen Michael/Marcus ab, bis es dann leichter läuft = 3:2. Mit „läuft so mittel“ sind die ersten 4 Sätze von Kloppi und dem Satzzeichen gegen Ulrich/Felix noch nett umschrieben. Erst im Entscheidungssatz ist eine ausreichende Körperspannung, die einen Erfolg rechtfertigt, erkennbar = 3:2.

3:0 nach den Doppeln...kannste nich meckern...

Diesel2/3 mit einer unglaublich überzeugenden Leistung gegen Hans-Dieter, dem er nicht den Hauch einer Chance ließ. Lediglich für 2-3 Bälle in Satz 2 wackelte das System, als sich irgendwo aus den Tiefen des Hirns von Diesel2/3 sich der vom alten Mann implantierte Gedanke an die Wasserader ins Bewusstsein schlich. Die Überlegenheit war aber so groß, dass es keine Auswirkungen hatte = 3:0. Zur Veranschaulichung des Tempos sei ein Mitspieler zitiert, der Diesel2/3 fragte: „Musst du nicht noch spielen?“ Genau so überlegen zeigte sich der Blonde gegen Ben, der zwar ab und zu mit sehenswerten Gewaltschlägen punkten konnte, aber der Konstanz des Blonden wenig entgegen setzen konnte. Dann schleppte sich Börgelino an den Tisch, um zu versuchen gegen das Bewegungswunder Michael zu punkten. Börgelino befand sich nicht ganz in körperlicher Topform, da er tags zuvor sich offensichtlich, womit auch immer, übernommen hatte, sodass er seine Umwelt wie durch einen Schleier wahr nahm. Etwa so, wie die Softpornos in den 70ern, die mit starken Weichzeichnern versehen waren...   ...hat mir ein Freund eines Freundes erzählt. 2 Sätze läuft nicht viel bei Börgelino, mit etwas mehr Aktivität kann aber der Entscheidungssatz erreicht werden. Da kam dann aber zusätzlich noch ein Unheil dazu: Er stand nach dem Wechsel genau auf der Wasserader. Da kannste nix machen: Anders lassen sich die direkten Aufschlagpunkte – gefühlt jeder - von Michael nicht erklären – halt, ein Schuss aus der Hüfte war auch noch dabei = 2:3. Offensichtlich weniger anfällig für Esoterik und so´n Zeug zeigte sich Kloppi. Humorlos schoss er Ulrich in 3 mehr als klaren Sätzen vom Tisch. Auch klar vorne war das Satzzeichen gegen Felix und es schien ähnlich schnell gehen zu können. Aber in einer Mischung aus den noch nicht ganz ausgeheilten diversen Verletzungen und zunehmendem Widerstand musste auch hier noch in den 5ten gegngen werden. Aber der Kampfgeist der Frankfurter stimmt immer und führte hier auch mal zu einem Sieg = 3:2. Kampfgeist ist für die Bayern wohl ähnlich fremd, wie für den alten Mann. Alles was er im Sinne eines erfolgreichen Spiels in dem Aufeinandertreffen mit Marcus beitrug, war die Seite so zu wählen, dass er zum Schluss im 5ten nicht auf der Wasserader steht. Dementsprechend sammelte er die Bälle auf, die ihm von Marcus um die Ohren geschossen wurden, ganz im Vertrauen auf die Kräfte des Wassers...bis zum 4:8 im 5ten: Dann  trafen Marcus leider die Strahlen aus der Erde und er keinen Ball mehr = 3:2.

8:1 zur Pause. Dit is ma souverän...

Macht der Blonde gegen Hans-Dieter den Deckel drauf? Sieht anfangs so aus: Klarer Satz1, dann aber Satz2 verdaddelt und in Satz3 den Zugriff komplett verloren. Inzwischen hat Diesel2/3 auch gegen Ben im Schnelldurchlauf gewonnen = 3:0!  Nun können der Blonde und Hans-Dieter einen Showkampf mit Wettkampfcharakter bestreiten.  Das Mentalmonster scheint sich wieder zu fangen und führt in Satz4 sehr deutlich; doch da ist heute nicht mehr viel im Tank. Trotz Auszeit will einfach kein Punkt mehr gelingen = 1:3.
9:2! Ein überzeugender Abschluss einer mannschaftlich geschlossenen Leistung in der gesamten Hinrunde. Bleibt abzuwarten wem der Mannschaftsrat welches neues Material vorschreibt oder verbietet, auf das man sich zur Rückrunde noch steigere. Möge sich das Übergewicht, das zwischen Weihnachten und Silvester angefressen und -gesoffen wird, in Grenzen halten. Man hat es in den eigenen Händen ins Land der Träume, der BOL, zu gelangen.

HoHoHoHo und nen guten Rutsch...

Bis denne...      
Immer fröhlich bleiben...                    Euer Buttermaker